Sind Phantasien kompatibel…?

… seit ich im Spankingbereich meine Leidenschaften ab und zu auslebe, stelle ich fest, dass es viele Wortakrobaten gibt, die sich ehrlich interessieren, oft aber zurückziehen. Alles in Ordnung. Natürlich lässt man sich auf jemanden ein, einen Fremden, der einen dazu noch hart rannimmt. Dann siegt die Scheu und manchmal sogar die Scham vor der eigenen Phantasie.

Wahrscheinlich liegt das Problem viel tiefer. Phantasien sind nicht kompatibel. Und jeder wird sich still fragen: Ist der, der jetzt kommt, wirklich einer, der mit meiner Phantasie was anfangen kann? Und sind nicht unsere Phantasien unsere allerpersönlichsten Schätze oder Dämonen, die es zu hüten gilt? Und könnte es nicht auch die Sorge, ja sogar die Angst geben, dass man dann der Phantasie des Besuchers, des Erziehers, ausgesetzt ist, die sich immer weiter von der eigenen entfernt…?

.. es bleibt auch Spanking letztlich ein Spiel, indem man sich entdeckt, indem man vieles zu entdecken vermag. Wenn es zwei Partner schließlich schaffen sich einander anzunähern. Mehr wird nicht gehen, jeder wird zuletzt bei seiner Phantasie bleiben. Den anderen aber ein wenig einladen, Anteil zu haben.

… vielleicht genügt das Spielen auch…

Die Gans mit dem Juchee-Effekt

Diesmal schlägt die Lust am Kochen zu. Der Franke in mir braucht in dieser Zeit auch mal sein Federvieh (quasi als Probelauf für Weihnachten!). Eine wunderbare Gans, 4,4, kg, schön dick und rund, dazu gibt es Rotkohl (Blaukraut) und Knödel (Klöße – ich schreibe die fränkische Übersetzung mal daneben!). Allein das Einkaufen und das Vorbereiten versetzt mich in einen Juchee-Zustand. Ich weiß, wer keine Gans mag, wird es kaum verstehen… aber mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen.

So, genug geplaudert, was das Essen angeht. Unser Spankingmeeting haben wir wegen des schlechten Wetters abgesagt. Bei uns in Oberbayern ist es mit dem Schnee weiterhin nicht gewaltig, aber es reicht um als wenig ansprechend durchzugehen. Werde Lesen, gibt so allerhand, was ich noch lesen möchte. So weiterhin den Vernon Subutex von Virginie Despentes. Ich hatte dieses wirklich geniale Buch wegen eines Krimis unterbrochen.

Wer im TV gerade Springflut (ZDF) sieht, wir habens in der Mediathek vom ZDF schon durch: Eine tolle Mini-Serie. Nach Romanen gedreht. Und da musste ich einen Roman mit diesen beiden Protagonisten noch hinterher lesen: Die Strömung. Beeindruckend, wenn man mal einige sprachliche Schwächen vom Anfang übersieht (die ich der Übersetzung schulde!)

Rituelles

Heute also wieder rituell „Tatort“ und anschließend die Kanzlerin bei Anne Will. Glaube zwar nicht, dass Neues dabei herauskommt, andererseits ist es doch ein Stück weit interessant zu hören, wie sie mit den ganzen Anfeindungen umgeht. Denn keiner kann mir sagen, dass so etwas ohne Spuren an einem Menschen vorbei geht. Und dabei werden wir vielleicht hören, wie realitätsfern sie geworden ist oder ob sie noch immer auf dem Boden der Tatsachen steht.

Der Koch hat heute Rindfleisch (Suppenfleisch) in Meerrettichsauce zubereitet, dazu Reis (weils am Schnellsten geht!) und Preiselbeeren. Zu trinken ein Glas Riesling-Sekt, später eine Tasse starken Kaffees. Selber wurde mir der Tag schwer, sitze mit Liz im Schwimmbad und lasse das Geschrei unzähliger Menschen über mich ergehen, während es unter mir sprudelt. So sehr ich das manchmal auch mag, heute war es mir einfach zuwider.

Muss meinen Körper wieder spüren, dringend. Habe einige Rückmeldungen auf meine Inserate bekommen. Ganz interessant. Der eine wohl nur ein Dampfplauderer, der den langweiligen Sonntag mit ein paar heftigen Zeilen aufpeppen will. Der Andere ist mein Partner von vor 14 Tagen. Seit ich ihm geschrieben habe, dass ich das nächste Mal die neunschwänzige Katze mitbringen will, schweigt auch er. Dabei habe ich ihm doch zugesagt, dass er sie an mir ausprobieren darf.

Eine schwere Woche steht an. Mal schauen, was ich heute noch zustande bringe. Muss mit dem Auto morgen früh wegfahren und weiß noch nicht, wie das Wetter wird. Na, mal sehen. Das bereitet mir am wenigsten Kopfschmerzen.

Lese, dass die Schweizer sich beim Entscheid zum Abschieben von Ausländern doch am Riemen gerissen haben. Grüezi mitnand, war ja auch ein wenig heftig. Ich war gerne im Sommer in der Schweiz zum Bergwandern, hatte mir aber wegen deren Nationalismus auch Sorgen gemacht. Das hatte schon manchmal auch was Ungesundes.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/schweiz-durchsetzungsinitiative-abgelehnt-svp-geschlagen-a-1079746.html