Interessen und Interessenten

Heute in der Sauna einen Herrn wieder gesehen, der mein Interesse erregte. Offensichtlich war es auch umgekehrt so. Eine feste Erscheinung, kommt aus dem Hotelgewerbe und konnte mir viel über sein Restaurant erzählen. Er wirkte dabei auch einsam. Irgendetwas hat mich angerührt. Und nachdem ich das Restaurant zufällig auch kannte, was ich ihm verriet, war es mir möglich, zu bestätigen, wie gut die Küche ist. Tatsächlich hatten wir damals zu Viert dort hervorragend gespeist.

Wird’s nun Winter oder wird’s nicht? Bei uns taut es, andererseits hört man vom Thüringer Wald, dass es dort kräftig geschneit hat. Werde mein Spankingtreffen morgen wohl auch etwas von der Wetterlage abhängig machen. Auch wenn mich der junge Mann, 26, reizt, der sich mir anvertrauen will. Wäre nach längerer Zeit wieder mal eine Begegnung… mal sehen … muss doch einige Kilometer fahren. Es ist halt bei uns Freunden der strengen Zucht oft eine Frage der Entfernung.

Muss mich zusammenreißen, nicht trübsinnig zu werden. Abschiedsgedanken kämpfen mit der Freude vor einem etwas Neuem, einem Aufbruch. Nicht umsonst heißt es, jeder Abschied ist ein kleiner Tod. Morgen Vormittag wird wieder einiges weggeben. Diesmal ist es kein Ausmisten, diesmal ist es ein echter Kahlschlag…

Träumerei in der Saline…

… heute ist ein freier Tag. Den müssen wir uns selber nehmen, in dieser Zwischenzeit zwischen Ausziehen, Umziehen, Einziehen. Man könnte in der alten Wohnung immerzu räumen. Und da wir abwerfen wollen bis zum Kahlschlag, gibt es wahrlich genug zu tun. Jeder an seiner Front. Liz hat also einen freien Tag für uns verordnet. Wir fahren nach Garmisch ins Alpspitzbad und besuchen die Sauna. Bisher war Liz ja alleine hier, weil ich zu bequem war, mitzufahren. Nun also bin ich zum ersten Mal dabei (jaja, neue Zeiten brechen an) – und möchte gerne die Sauna besuchen. Schön und entspannend. Schließlich in die Saline, das Becken ist draußen. Bei gerade mal 0 Grad unter blauem Himmel läuft man also splitterfasernackt durch die Gegend und ist bereits im Wasser, bevor man zu frieren beginnt.

Und nun dieser Blick hinauf und hinüber zum weiß gezuckerten Kramermassiv. Prächtig, wie es dasteht. Monumental. Ausgestreckt im Wasser liege ich, den Blick frei in die Berge gerichtet – wunderschön. Und seit ganz langer Zeit fühle ich wieder, dass die Berge zu mir sprechen. Wie lange war das früher gewesen, als wir unsere hochalpinen Touren in den Schweizer Bergen gegangen waren. Zuletzt waren wir ja bereit, viel zu riskieren. Und dann ziehst du endlich in die Berge – 10 Jahre ist das nun her – und die Beziehung erlischt.

Da war es also wieder. Und ich habe mir geschworen: Den Kramer mach ich, bald sogar. Das neue Leben streckt seine Fühler nach mir aus. Tatsächlich, das gefällt mir doch mehr, als gedacht.