Träume! Unerfüllt?

Sonne draußen. Kalt, aber ein blauer hoher Himmel. Schön. Gegen Kälte kann man sich ja immerhin fest einpacken. Trotzdem erfüllt mich innere Unruhe. Tue mir schwer, ruhig zu bleiben und mich zu konzentrieren. – Habe gestern einiges aus den „Bildern einer Ausstellung“ gespielt. – Sollte etwas lesen, bin aber hin und her gerissen. Mein Manuskript schreibt sich auch nicht von selber. Dabei habe ich sogar manche Ideen. Dass heute ein moderner Roman ganz stringent von vorne nach hinten ablaufen muss, ist durchaus zu ändern. Schaue im Internet nach über Thomas Pynchon, dessen Romane einen großen Eindruck hinterlassen haben. Besonders „Die Enden der Parabel“.

Noch eine Woche, dann bin ich 60. Bin ich dann ein alter Mann? Quatsch, das entscheidet sich doch nicht an einer Jahreszahl. Schon gar nicht an einem Tag, dann wäre ich es jetzt auch. Golo Mann hat einmal geschrieben, dass die Jugend schon Alter besitzt und das Alter noch Jugend in sich hat. Letztlich steht hinter allem aber die Angst, sich womöglich bald zu verlieren und dem Sterben immer näher zu kommen. Vielleicht spüre ich deshalb die Lust, noch einmal exzessiv leben zu wollen.

Ist in mir Trauer? Freude? Gleichgültigkeit? Gestern Abend, als Liz vom Singen kam, empfand ich sogar so etwas wie Ärger, dass ich mit meinen Gedanken alleine war. Und doch ist es nötig. Haben schließlich aus der 4. Staffel von „Sherlock Holmes“ mit Benedict Cumberpatch den ersten Film geschaut. Auf Englisch. Cumberpatch’s Stimme im Original ist selbst für einen Mann betörend. Genial, wie er spricht, wie er Texte bearbeitet, zerlegt, zusammenfügt. War danach wieder recht zufrieden. Na also, geht doch…

Alltag hoch zwei

Montag ist Alltag in verdichteter Form, Alltag hoch zwei. Liz war einkaufen. Ich habe mir heute Pizza gewünscht. Liz macht Pizza so genial und einzigartig, dass mir jetzt schon das Wasser im Mund zusammenläuft.

Gestern mit dem neuen Buch angefangen. Ich habe diesmal lange gebraucht, um die Figuren zum Leben zu erwecken. Es lag wohl auch daran, dass mir kein rechter Name für meinen Helden einfallen wollte. Namen transportieren bereits Geschichten und Empfindungen. Und sie können doch in einem Buch nicht nur Müller, Maier oder Huber heißen. (Vergebung an alle Müller, Maier und Hubers und auch an alle Schulzens). Von meiner früheren Erzählung muss noch das restliche 3. Kapitel korrigiert werden, dann kann es veröffentlicht werden. Und dann stimmt die Waage wieder. Der dicke Roman, der bereits fertig ist, muss dann korrigiert werden und am neuen Buch kann ich arbeiten. Sie liegen sich in verschiedenen Entwicklungen die Dinge im Arm.

Heute Arztbesuch. Nun, wir werden sehen.