Literatur en masse und en detail

Schon immer habe ich mehrere Bücher nebeneinander her gelesen. Schon als Kind machte mir das Freude. Hier Karl May und „Durch die Wüste“ dort „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe. Ich habe das nie aufgehört und mich immer dabei wohlgefühlt. Neben der Fülle blieb mir das eine Werk stets vor Augen. Zur Zeit treibe ich es auf die Spitze. gestern erhielt ich die Übersetzung – oder sollte man sagen – Nachdichtung von „Finnegans Wake“ von James Joyce. Ich habe alle Bücher von diesem genialen Iren und alle bisher auch gelesen. Nun bin ich einfach neugierig, Originaltext und deutscher Transfer liegen auf jeweiliger Doppelseite beisammen oder besser: gegenüber.

Der neue Biller „Biographie“. Was wird nicht darüber bereits räsoniert. Gott sei Dank gibt es auch sehr, sehr kluge Rezensionen dieses Romans. Ich lese die Seiten gierig. Unter dem Sofa liegt, griffbereit Bolano’s „2666“ (ich bin schon auf Seite 650!!) und „Mann und Frau“ von Sheruya Shalev. Dazu kommen wöchentlich „DER SPIEGEL“ und „DIE ZEIT“. Und der neue „Perry Rhodan“ auch (man kann ja nicht nur James Joyce, Biller, etc…lesen). Ach, sagte ich auch, dass ich Comicfreund bin?

Himmel – Torschlusspanik? Nein, nicht nur, vielleicht auch. Nur trunken vor Lust auf Literatur. Und da ich mich zur Zeit auf dem Weg der Genesung befinde, sauge ich auf, was nur geht. Was – nur – geht!

Und ich bin glücklich dabei. Und fühle mich dabei so unendlich jung und unbeschwert und froh.