Provinzposse als großes Theater

Muss aufpassen, dass es nicht zu ernst wird oder zu ernst rüberkommt…

Diese ganze Geschichte mit der kleinen oder großen Koalition (selbst eine Große Koalition wird eine kleine Koalition, weil sie meistenteils von Kleingeistern bevölkert sein wird) ist nervend und hat jetzt etwas von einer Provinzposse bekommen. Diese Wehleidigkeit der SPD und ihres bärtigen 100 %-Messias Martin, Sohn Brüssels, ist langsam einfach nur zum… (und genau hier fällt mir ein entscheidendes Wort nicht ein, dass nicht zu ernst daherkommt, aber auch nicht den Ernst der Lage kaschiert)…

… es ist also nur noch zum … und schon nicht mehr des Anschauens wert. Wie soll denn bitte eine Regierung mit diesen Figuren gelingen (Figuren darf man sie ja wohl weitgehend wertneutral nennen), die ihren eigenen Kaffeesatz nicht mal lesen können, sondern nur darin umrühren, um im Trüben zu fischen. Es muss uns doch nicht im Geringsten mehr interessieren, wer uns regiert, wir kommen doch sehr gut allein zurecht. Die Kräfte im Staatssystem funktionieren gut, auch wenn die Eltern nicht zuhause sind, vielleicht brennt mal eine Pizza an und wir gehen später schlafen, als erlaubt, aber im Großen und Ganzen werden wir kleinen Kindlein fröhlich am kommenden Tag erwachen und den nächsten Tag unbeschwert erleben. (Wie komme ich  jetzt nur auf Papa und Mama, auf Kindlein und Pizza, na, auch egal)…

… Weinerlichkeit, es ist eine Weinerlichkeit, die hier zur Schau getragen wird, unwürdig einem Land, dass einfach noch nicht weiß, was es mit seinem Regierenden anfangen soll. Wundert sich da noch jemand, wenn es langsam unlustig wird, überhaupt zur Wahl zu gehen. Lasst Gabriel Außenminister bleiben, er macht das gut – und falls wir um Ostern 2018 (fällt mir jetzt in der Vorweihnachtszeit ein, hm) noch immer keine Regierung haben, weil wieder einmal einer oder eine den Lindner macht, dann lasst doch die kommissarische Regierung im Amt – soooo schlecht waren die ja auch nicht – und wir wählen dann wieder 2021. Da bin ich dann 64 und sehe das Ganze noch viiiiiieel gelassener als jetzt…

Wieder nichts weiter passiert in dieser Woche.

Lieb Vaterland, magst ruhig sein.

Ein schönes Wochenende

Tja – mai — ka – oder ein politisches Räsonieren… oder warum ich glaube, dass es nichts wird, obwohl es doch eigentlich was werden könnte… oder warum ein wandelnder Kleiderständer viel zu viel Worte macht…

… ich hatte dieser Nacht der politischen Verhandlungen – ich weiß rückblickend lässt sich das immer leicht sagen – eigentlich auch nicht allzu viel zugetraut. Da ich ein sehr ambivalentes Verhältnis zu Herrn Kubicki (FDP) habe, schätze ich doch seine Äußerung als sehr ehrlich ein, obwohl ich mit seiner Person nicht so viel anfangen kann. Seine Aussagen bewerte ich als sehr hoch. Also: Da scheint’s aber mächtig im Gebälk bei den Verhandelnden zu knirschen.

Natürlich gibt es keine Koalition zu jedem Preis. Aber es hat schon auch mit einer erwachsenen Demokratie zu tun, ob etwas gelingt. Politik ist vom Wort (Polis – die Stadt) her ein Auftrag:

Suchet der Stadt Bestes!

Oder wie es mal ein Politiker genannt hat: Politik ist die Kunst des Möglichen. Sollte es hier am Möglichen scheitern, wäre so mancher von den wichtigen Figuren weg vom Fenster. Leider haben wir aber auch ein paar, die anscheinend alles torpedieren oder es zumindest allen anderen besonders schwer machen. Siehe die Antwort von einem ebenso redlichen Mann, dem Ministerpräsidenten und Grünen Wilfried Kretschmann.

Oder kommen wir auch ohne Regierung zurecht? Ich weiß, eine kindische Aussage, aber sie macht mir trotzdem Spaß…

Ein schönes Wochenende!