Tausend Scharlatane…

… diese Scharlatanerie an Träumen. Unglaublich, was für Bilder einen einholen. Diesmal scheint alles über den Tag hinweg verblasst. Ich habe nur in Erinnerung, dass ich irgendjemand erzählt, ich sei nun 60. Tatsächlich scheint mich die Zahl so zu beeindrucken, dass sie in belastender und lösender weise im Traum erscheint. Waren nicht auch meine Eltern wieder schemenhaft gegenwärtig. Und war nicht wieder eine Welt um mich zerfallen. Was solls…

Tagsüber faul. Ausgeschlafen, auch verschlafen. Kein Gottesdienst, habe auch die Glocken gehört und überhört. Während Liz einen Spaziergang macht, schaue ich „Stereo“, einen großartigen Thriller aus der deutschen Filmschmiede mit Moritz Bleibtreu und Jürgen Vogel, dazu die von mir sehr geschätzte Petra Schmidt-Schaller. Das Ganze wird aber zum Ende hin etwas zu sehr mit Symbolik überfrachtet und bekommt den Touch eines Erlösungsdramas. Eindrücklich über das sehr gelungene Spiel der Akteure hinaus ist die Kamera. Die Bildkompositionen sind wundervoll, stylisch zwar, aber doch sehr lebendig.

Gestern Abend fiel mir der Titel meines neuen Buches ein. Nun kann ich beruhigt weitererzählen. Der Titel wird eine gute und sichere Klammer. Und ich darf nicht vergessen, meine früheren Sachen noch einmal zu überarbeiten, bevor ich sie entweder einreiche oder gleich als E-Book veröffentliche.