Merkwürdige Trauer…

…die mich heute überfällt. Dabei genieße ich doch den Tag. Während Liz zum Vortrag geht, habe ich Zeit, ganz für mich, genieße dieses Frühstück für mich allein. Starker Kaffee, Frühstücksei. Im Fernsehen einen Film ausgesucht und über Streaming-Dienst angesehen. „Sinister“. Mein Genre und dabei nicht unoriginell. Ethan Hawke spielt besser, als es dieses Werk verlangen würde.

Aber anschließend: Ich werde traurig, müde, versuche zu lesen. Selbst etwas Kleines, Dummes, nichts gelingt mehr. Und als Liz später zurückkommt und ich schon eineinhalb Stunden geschlafen habe, sieht sie mir meinen inneren Unfrieden an. Bin aus dem Leben gefallen. Und vermisse mein Leben. Ich vermisse es einfach. Ich vermisse d a s  Leben. Dabei war doch blauer Himmel und alles um mich herum gelungen und ich selber durfte zufrieden sein. Woher diese Erschöpfung? Woher nur?

Aggressiv beim Abendessen. Beim Italiener. Gut und leicht gegessen. Und doch war ich mit mir zerstritten. Kein Hass auf mich selbst, nein, so weit geht es nicht. Aber einfach nur Trauer. Was vom Leben übrigbleibt? Und wieder will ich weg von hier. Nur weg. Endlich weg…

Wochenende – happy and sad

War allerhand los. Zwei der Unseren sind wieder gefahren. Die ganze Woche legt sich nachgehend als Last auf die Schulter. Könnte mich frei fühlen und aufatmen. Aber – es geht mir oft so, dass ich, Tag und Nacht in Spannung lebend, in ein Loch falle. Die Wochenend-Depression.

Kenne Liz seit 40 Jahren. Heute, am Freitag. Sollten wir das Datum feiern oder den Wochentag? Was für ein Leben! – Strample den Abend mit einem „Akte X“ – Film ab. Lese, dass mein Kontakt wieder einmal geschrieben hat. Ich soll mich wieder rühren. Bin mir nicht sicher, ob ich das will. Die letzte Begegnung mit ihm war nett. Mal testen, was für Wünsche er hat.

Noch „heute-show“ mit Oliver Welke. Baut auf und stellt mich wieder senkrecht. Und die AfD bei 17% ist selber schon ein kabarettistischer Höhepunkt. Ich vermute nur, dass er zur Realsatire mutiert.