Schnee von gestern, heute, morgen…

Heute Nacht kippte das Wetter irgendwann um und es begann zu schneien. Bei Tagesanbruch war es zu sehen… nichts Gewaltiges… aber der erste leichte Zauber hat sich über die Natur gelegt. Angeblich soll es ab Mitte der Woche dann auch noch imposanter werden.

Morgen, am Montag, kommt die Frau von der Umzugsfirma und rechnet für unseren Umzug die Umzugsmeter aus. Abends der Weg in die neue Wohnung und das Aussuchen der Farben. Dazwischen wieder: Wegwerfen, wegwerfen, wegwerfen… Was hat sich nicht alles angesammelt. Unglaublich. So sehr das alles mit Trauer und Schmerzen begann, so befreiend erlebe ich es jetzt. Gut so.

Heute Abend gibt es einem alten Ritus gemäß „Tatort“. Natürlich, gerade in Zeiten, in denen sich vieles auflöst, sucht man das Beständige. Das Vertraute wird einem so wichtig.

Beobachte die Politik und ärgere mich über die Sozen, wie die miteinander umgehen. Gabriel, so heißt es, hätte gerne Steinmeier als Bundeskanzler, sagt das Schulz und weiß doch, dass diese Aussage nur provoziert: Steinmeier ist eben jetzt Bundespräsident.

Wird das der Schnee von morgen oder ist das eine Neuauflage des Schnees von gestern…?!

Ewigkeitssonntag

Morgen ist Ewigkeitssonntag. Damit endet zumindest das Kirchenjahr, indem man all der Verstorbenen gedenkt, die in diesem Kirchenjahr von uns gegangen sind. Es werden immer mehr, liegt am eigenen Alter. Bei meinem Vater sind es 4 Jahre, bei meiner Mutter schon 8 Jahre, dass sie gegangen sind. – Sonntags drauf ist wieder mal 1. Advent. Wie lange war ein Jahr, als man jünger war. Nun sind und bleiben es immer noch 365 Tage und doch scheint die Zeit schneller geworden zu sein. Viele erleben das so.

Ich hab mal ein Experiment gemacht. Mit meiner damaligen Videocamera 2001 jeden Tag mindestens eine Szene gefilmt. Minimum 7 sec, Maximum 1 min. (Da in dieses Jahr auch der 11. September fiel wurden es hier einmal 2 min). Dieses Jahr ist natürlich unvergesslich geworden und hat sich zeitlich gestreckt. Bin am überlegen, was ich wieder mal tun könnte.

Jeden Tag ein Foto, nur eines… Zeit dehnen… geht das… ?

Lustig und Lust – und wo bleiben die Spaßvögel?

Sauna in Garmisch. Lustig, wie in der Saline politisiert wird. Zwei alte Damen trauen der Welt nicht mehr. Ein Leben lang CSU gewählt, aber jetzt ist Schluss. Amüsiert, weil es so humorvoll kommt und ich gleich frisch von der Leber weg geduzt werde.

Es geht ein Rumpeln durch die politische Landschaft, aber so recht hat sich wohl noch keiner sortiert. Gehe eine Wette ein, dass die SPD nun doch auf eine GroKo zusteuert. Kann das mit Martin Schulz noch funktionieren? Schon wird deutlich: Martin Schulz ist nicht die SPD.

Da fallen auf einmal Nachrichten aus dem Ausland nicht mehr ins Gewicht. Schon lange nichts mehr vom Spaßmacher Trump gehört.

Kontakte mit zwei Spankern, die es mal wieder brauchen. Müsste also meine aktive Seite hervorkehren. Der eine noch scheu, will es mal ausprobieren oder wieder ausprobieren nach sehr harten Erfahrungen. Der andere ist ein sehr vertrauter Freund. Termine schwirren herum. Mal sehen, ob etwas zusammenkommt.

 

Ab heute ruft der Ballermann

Noch gestern Nacht hatte ich zur Kenntnis genommen, dass die FDP die Jamaika-Koalition platzen ließ. Es hat mir nicht gerade den Schlaf geraubt. Warum auch. Trotzdem macht sich in mir eine Enttäuschung breit, denn ich frage mich wirklich, wie erwachsen der Bürger ist und wie kindlich mancher Politiker

Ein Dank an die Grünen

Vielleicht hätte man von Anfang an die sogenannte Jamaika-Koalition nur Mallorca-Koalition nennen dürfen. Das hätten alle verstanden. Was will man denn in Jamaika, kennt kaum jemand und war wahrscheinlich auch noch nie dort.

Meine Hochachtung gilt den Grünen, die wirklich alles versucht haben, den anderen Parteien entgegen zu kommen. Bis hin zur Selbstverleugnung. Dies macht die Unfähigkeit der anderen Parteien umso größer. Ich denke an manche Rede von Alexander dem Großen Dobrinth und dem Scheuer Andreas. Und der Auftritt von Christian Lindner gestern Nacht zeigte einen Jungen, der eines noch nicht war: Erwachsen.

Der kleine Herr Lindner

Bevor man wieder über Merkels Kanzlerdämmerung nachdenkt, wäre es sinnvoll, über das Erwachsen-Sein mancher Politiker nachzudenken. In Anlehnung an ein Brecht-Zitat dachte ich mit beim Vorsitzenden der FDP: Vielleicht sollte sich die FDP ein anderes Volk wählen, mit dem es dann seine Politik machen kann.

Was nun kommt entscheidet erst mal Bundespräsident Steinmeier. Er ist der Bundespräsident, der bisher am wenigsten aufgefallen ist und eigentlich als großer Schweiger bekannt war. Nun wird er sprechen müssen. Und zwar ein eindeutiges Machtwort, damit unsere Demokratie nicht Schaden leidet. Denn viel zu schnell werden große Krisen herbeigeschrieben und viel zu schnell bekommt so ein Szenario eine befremdliche Eigendynamik. Der Anfang ist meist erkennbar in Rücktrittsforderungen.

Ballermann-Politiker

Mallorca-Koalition hätte es heißen müssen. Die Insel der spießbürgerlichen Touris, die sich im Ballermann um Kopf und Kragen saufen und einfach nur auffallen um des Auffallens-Willen. Das wäre genau die Nummer gewesen.

Ein Theologe hat einmal einen anderen frommen Mann in unwirscher Zeit mit den Worten getröstet : „Es wird regiert!“ Was für ein Satz. Er meinte nur keine politische Partei, sondern Gott den Herrn.

Immerhin.

Tja – mai — ka – oder ein politisches Räsonieren… oder warum ich glaube, dass es nichts wird, obwohl es doch eigentlich was werden könnte… oder warum ein wandelnder Kleiderständer viel zu viel Worte macht…

… ich hatte dieser Nacht der politischen Verhandlungen – ich weiß rückblickend lässt sich das immer leicht sagen – eigentlich auch nicht allzu viel zugetraut. Da ich ein sehr ambivalentes Verhältnis zu Herrn Kubicki (FDP) habe, schätze ich doch seine Äußerung als sehr ehrlich ein, obwohl ich mit seiner Person nicht so viel anfangen kann. Seine Aussagen bewerte ich als sehr hoch. Also: Da scheint’s aber mächtig im Gebälk bei den Verhandelnden zu knirschen.

Natürlich gibt es keine Koalition zu jedem Preis. Aber es hat schon auch mit einer erwachsenen Demokratie zu tun, ob etwas gelingt. Politik ist vom Wort (Polis – die Stadt) her ein Auftrag:

Suchet der Stadt Bestes!

Oder wie es mal ein Politiker genannt hat: Politik ist die Kunst des Möglichen. Sollte es hier am Möglichen scheitern, wäre so mancher von den wichtigen Figuren weg vom Fenster. Leider haben wir aber auch ein paar, die anscheinend alles torpedieren oder es zumindest allen anderen besonders schwer machen. Siehe die Antwort von einem ebenso redlichen Mann, dem Ministerpräsidenten und Grünen Wilfried Kretschmann.

Oder kommen wir auch ohne Regierung zurecht? Ich weiß, eine kindische Aussage, aber sie macht mir trotzdem Spaß…

Ein schönes Wochenende!

Träumerei in der Saline…

… heute ist ein freier Tag. Den müssen wir uns selber nehmen, in dieser Zwischenzeit zwischen Ausziehen, Umziehen, Einziehen. Man könnte in der alten Wohnung immerzu räumen. Und da wir abwerfen wollen bis zum Kahlschlag, gibt es wahrlich genug zu tun. Jeder an seiner Front. Liz hat also einen freien Tag für uns verordnet. Wir fahren nach Garmisch ins Alpspitzbad und besuchen die Sauna. Bisher war Liz ja alleine hier, weil ich zu bequem war, mitzufahren. Nun also bin ich zum ersten Mal dabei (jaja, neue Zeiten brechen an) – und möchte gerne die Sauna besuchen. Schön und entspannend. Schließlich in die Saline, das Becken ist draußen. Bei gerade mal 0 Grad unter blauem Himmel läuft man also splitterfasernackt durch die Gegend und ist bereits im Wasser, bevor man zu frieren beginnt.

Und nun dieser Blick hinauf und hinüber zum weiß gezuckerten Kramermassiv. Prächtig, wie es dasteht. Monumental. Ausgestreckt im Wasser liege ich, den Blick frei in die Berge gerichtet – wunderschön. Und seit ganz langer Zeit fühle ich wieder, dass die Berge zu mir sprechen. Wie lange war das früher gewesen, als wir unsere hochalpinen Touren in den Schweizer Bergen gegangen waren. Zuletzt waren wir ja bereit, viel zu riskieren. Und dann ziehst du endlich in die Berge – 10 Jahre ist das nun her – und die Beziehung erlischt.

Da war es also wieder. Und ich habe mir geschworen: Den Kramer mach ich, bald sogar. Das neue Leben streckt seine Fühler nach mir aus. Tatsächlich, das gefällt mir doch mehr, als gedacht.