Am Weihnachtsbaum – und so…

Und jedes Jahr aufs neu: „Unser Christbaum darf nicht zu groß sein, so groß wie Du, eher etwas kleiner!“ In diesem Jahr war Liz so gut drauf, dass sie bei einer Fahrt in die Stadt sogleich den Christbaum mit kaufte. Ganz allein kaufte sie ihn und schleppte ihn schließlich über unseren Hof, weil ich schon gar nichts mitbekam – und da stand er nun. Ich wusste gar nicht, wie groß ich bin. Mannomann…

Der Stamm unten, der sei so, dass er in jeden Christbaumständer passt, so der Verkäufer (wie Liz berichtete). Ich will nicht verheimlichen: Ich hatte Skepsis. Und ich hatte Recht. Nun gibt es ja Dinge und Tage, an denen man gerade einmal nicht Recht haben will. Eilfertig machte sich Liz, während ich heute noch unter der Dusche weilte und lautstark „Leise rieselt der Schnee“ sang auf den Weg in die Stadt um einen Christbaumständer für den großgewachsenen Baum zu kaufen. Fehlanzeige. Fahren Sie doch in den Baumarkt (er könnte eigentlich auch Baum-Markt heißen – ha, ein Wortspiel!) oder in die BayWa. Dort gibt es Christbaumständer.

Nun muss ich sagen, dass wir noch Christbaumständer hatten, die es schon vor meiner Geburt gegeben haben muss, und die wir irgendwann von meinen Eltern geschenkt bekamen. Neue Christbaumständer (die wir in der Tat im Baumarkt bekamen!) haben sich so weiterentwickelt und modernisiert, dass sie mit dem barocken Teil meiner Vorfahren nicht im Geringsten mehr vergleichbar sind. Hier braucht es eine Gebrauchsanweisung, wie bei einem modernen Diesel von VW (wie komme ich jetzt nur darauf).

Der Verkäufer beim Baumarkt meinte – als er hörte, dass der Stamm zu dick sei und wir daher einen neuen Christbaumständer benötigen – Hammer und Axt hätten es auch getan. Es ergab sich folgender Dialog:

Ich: Haben sie mich schon einmal mit einer Axt erlebt?

Er: Nein!

Ich: Sann’s froh!

Er: Ja gut, Sie haben recht, ab und zu muss halt was Neues her.

Ich muss sehr überzeugend gewirkt haben. Machen wir es kurz: Nachdem der Baum inzwischen dreimal umgekippt ist, was er beim alten Christbaumständer nie getan hatte, haben wir ihn mit Wasser (er nennt sich AQUA – Christbaumständer) beschwert ( dieses Wort hat auch seine doppelte Bedeutung) und somit haben wir jetzt einen Christbaum in der Wohnung stehen, den man echt nass machen kann … äh …

Ich gebe zu, das Ganze hätten wir vielleicht auch einfacher haben können, aber nachdem ich dem Wort nicht mehr ausweichen konnte, dass wir lange hätten warten können (das Wort „Können“ kommt hier schon das dritte Mal!!!), bis ich endlich mal bereit gewesen wäre mit Liz einen Christbaum zu kaufen, gut, – ich wollte sowieso mal wieder in den Baumarkt und mit der Verkäuferin an der Kasse über Weiße Weihnacht schäkern.

Weiße Weihnacht – ha, wers glaubt!

 

Advertisements

Große Stunden

Ein wunderschöner Tag heute in München. Das Treffen mit unseren lieben Freunden. Und wir können so sein, wie wir sind. Große menschliche Nähe und Geborgenheit. Wie ich das so gerne habe, es klingt fast schmalzig. Und doch ist es so. Ich bin voller Dankbarkeit.

Jesus auf dem Weihnachtsmarkt…

… beim Gehen durch den winterlichen Weihnachtsmarkt mit all seinen Gerüchen, mit seiner Musik und den Bildern, oft ganz vordergründig, viele Gedanken, die zu fangen, ich kein Vermögen besaß. Es reichte gerade für hausgemachte Senfgurken, Zitronenlikör, Marmelade (Maracuja mit Mango). Im Gottesdienst bei voller Kirche eine Predigt reich an Inhaltsleere. Gut die Musik, tragende Stimmen, Mut zum Verzicht, kaum mehr bekannt ist die Adventszeit Fastenzeit. Theatralik bei den Protestanten hat was Peinliches und Kleinkariertes, das Festliche muss beherrschbar bleiben, auch die Spontaneität bei uns ist eingeübt und vorbereitet. Lektoren lesen nicht nur, sie treten auf. Nicht vergessen, im Anschluss ist Kirchenkaffee, Gemeinschaft ist gewollt.

Manchmal frage ich mich, wie es unserem Herrn Jesus erginge, würde er über unsere Weihnachtsmärkte schlendern oder unsere Gottesdienste mit anschließendem Kirchenkaffee besuchen.  Da würde er mitsingen müssen von „Süßer die Glocken nie klingen…“ bis „Leise rieselt der Schnee…“ Dem kleinasiatischen Messias müssten wir erklären, dass dies alles unser Kulturgut ist. Und die Kultur ist gut bei Krippenspiel und Dresdner Christstollen. Das solle er einsehen, schließlich wüssten wir schon, wie Advent und Weihnachten zu feiern ist. Er solle nur ganz beruhigt sein: Halleluja!

 

Dosenwurst mit Gier

Ich weiß nicht,
immer wenn ich in Franken bin
oder in Franken war,
geht’s mir so ganz anders.
Dann ess‘ ich ungesund
Nürnberger Bratwürst mit Kartoffelsalat,
oder weißen Pressack
so richtig schön fett mit Senf
Einen halben Karpfen
so, wie es ihn nur in Franken gibt.
nahe dem Aischgrund
gebacken natürlich, wie sonst
Und Süßigkeiten,
immerzu und viel zu viel zu viel
und zum Frühstück
schon wieder Frühstücksfleisch
Dabei kann ich überhaupt nicht haben,
dass es mir so geht, wie es mir geht
der Bauch schwillt an
und die Dosenwurst daheim wird zur Gier

 

 



			
					

Sind Phantasien kompatibel…?

… seit ich im Spankingbereich meine Leidenschaften ab und zu auslebe, stelle ich fest, dass es viele Wortakrobaten gibt, die sich ehrlich interessieren, oft aber zurückziehen. Alles in Ordnung. Natürlich lässt man sich auf jemanden ein, einen Fremden, der einen dazu noch hart rannimmt. Dann siegt die Scheu und manchmal sogar die Scham vor der eigenen Phantasie.

Wahrscheinlich liegt das Problem viel tiefer. Phantasien sind nicht kompatibel. Und jeder wird sich still fragen: Ist der, der jetzt kommt, wirklich einer, der mit meiner Phantasie was anfangen kann? Und sind nicht unsere Phantasien unsere allerpersönlichsten Schätze oder Dämonen, die es zu hüten gilt? Und könnte es nicht auch die Sorge, ja sogar die Angst geben, dass man dann der Phantasie des Besuchers, des Erziehers, ausgesetzt ist, die sich immer weiter von der eigenen entfernt…?

.. es bleibt auch Spanking letztlich ein Spiel, indem man sich entdeckt, indem man vieles zu entdecken vermag. Wenn es zwei Partner schließlich schaffen sich einander anzunähern. Mehr wird nicht gehen, jeder wird zuletzt bei seiner Phantasie bleiben. Den anderen aber ein wenig einladen, Anteil zu haben.

… vielleicht genügt das Spielen auch…

Irgendeiner schmeißt immer…

… angeblich schmeißt wieder einer von der AfD hin, weil der Parteitag zu gemäßigt war, dann wird es vielleicht in der nächsten Woche so sein, dass der Seehofer hinschmeißt und nicht vergessen, vielleicht schmeißt auch der Schulz Martin hin … ja, auch der könnte hinschmeißen, … immerhin hat auch schon einmal ein alter Papst hingeschmissen (der immer noch lebt) weil seine alten Kardinäle nicht hinschmeißen wollten … Trump wird wahrscheinlich nicht hinschmeißen, dafür womöglich wieder mal einer aus seinem Team, … hoffentlich schmeißt einer aus Nordkorea nicht eine Bombe irgendwohin und Angela Merkel wird wohl aus diesen Gründen nicht hinschmeißen, weil irgendeiner von den Anderen immer hinschmeißt …

Alles klar?!

Schönen Abend noch!

Provinzposse als großes Theater

Muss aufpassen, dass es nicht zu ernst wird oder zu ernst rüberkommt…

Diese ganze Geschichte mit der kleinen oder großen Koalition (selbst eine Große Koalition wird eine kleine Koalition, weil sie meistenteils von Kleingeistern bevölkert sein wird) ist nervend und hat jetzt etwas von einer Provinzposse bekommen. Diese Wehleidigkeit der SPD und ihres bärtigen 100 %-Messias Martin, Sohn Brüssels, ist langsam einfach nur zum… (und genau hier fällt mir ein entscheidendes Wort nicht ein, dass nicht zu ernst daherkommt, aber auch nicht den Ernst der Lage kaschiert)…

… es ist also nur noch zum … und schon nicht mehr des Anschauens wert. Wie soll denn bitte eine Regierung mit diesen Figuren gelingen (Figuren darf man sie ja wohl weitgehend wertneutral nennen), die ihren eigenen Kaffeesatz nicht mal lesen können, sondern nur darin umrühren, um im Trüben zu fischen. Es muss uns doch nicht im Geringsten mehr interessieren, wer uns regiert, wir kommen doch sehr gut allein zurecht. Die Kräfte im Staatssystem funktionieren gut, auch wenn die Eltern nicht zuhause sind, vielleicht brennt mal eine Pizza an und wir gehen später schlafen, als erlaubt, aber im Großen und Ganzen werden wir kleinen Kindlein fröhlich am kommenden Tag erwachen und den nächsten Tag unbeschwert erleben. (Wie komme ich  jetzt nur auf Papa und Mama, auf Kindlein und Pizza, na, auch egal)…

… Weinerlichkeit, es ist eine Weinerlichkeit, die hier zur Schau getragen wird, unwürdig einem Land, dass einfach noch nicht weiß, was es mit seinem Regierenden anfangen soll. Wundert sich da noch jemand, wenn es langsam unlustig wird, überhaupt zur Wahl zu gehen. Lasst Gabriel Außenminister bleiben, er macht das gut – und falls wir um Ostern 2018 (fällt mir jetzt in der Vorweihnachtszeit ein, hm) noch immer keine Regierung haben, weil wieder einmal einer oder eine den Lindner macht, dann lasst doch die kommissarische Regierung im Amt – soooo schlecht waren die ja auch nicht – und wir wählen dann wieder 2021. Da bin ich dann 64 und sehe das Ganze noch viiiiiieel gelassener als jetzt…

Wieder nichts weiter passiert in dieser Woche.

Lieb Vaterland, magst ruhig sein.

Ein schönes Wochenende