Dosenwurst mit Gier

Ich weiß nicht,
immer wenn ich in Franken bin
oder in Franken war,
geht’s mir so ganz anders.
Dann ess‘ ich ungesund
Nürnberger Bratwürst mit Kartoffelsalat,
oder weißen Pressack
so richtig schön fett mit Senf
Einen halben Karpfen
so, wie es ihn nur in Franken gibt.
nahe dem Aischgrund
gebacken natürlich, wie sonst
Und Süßigkeiten,
immerzu und viel zu viel zu viel
und zum Frühstück
schon wieder Frühstücksfleisch
Dabei kann ich überhaupt nicht haben,
dass es mir so geht, wie es mir geht
der Bauch schwillt an
und die Dosenwurst daheim wird zur Gier

 

 



			
					

Sind Phantasien kompatibel…?

… seit ich im Spankingbereich meine Leidenschaften ab und zu auslebe, stelle ich fest, dass es viele Wortakrobaten gibt, die sich ehrlich interessieren, oft aber zurückziehen. Alles in Ordnung. Natürlich lässt man sich auf jemanden ein, einen Fremden, der einen dazu noch hart rannimmt. Dann siegt die Scheu und manchmal sogar die Scham vor der eigenen Phantasie.

Wahrscheinlich liegt das Problem viel tiefer. Phantasien sind nicht kompatibel. Und jeder wird sich still fragen: Ist der, der jetzt kommt, wirklich einer, der mit meiner Phantasie was anfangen kann? Und sind nicht unsere Phantasien unsere allerpersönlichsten Schätze oder Dämonen, die es zu hüten gilt? Und könnte es nicht auch die Sorge, ja sogar die Angst geben, dass man dann der Phantasie des Besuchers, des Erziehers, ausgesetzt ist, die sich immer weiter von der eigenen entfernt…?

.. es bleibt auch Spanking letztlich ein Spiel, indem man sich entdeckt, indem man vieles zu entdecken vermag. Wenn es zwei Partner schließlich schaffen sich einander anzunähern. Mehr wird nicht gehen, jeder wird zuletzt bei seiner Phantasie bleiben. Den anderen aber ein wenig einladen, Anteil zu haben.

… vielleicht genügt das Spielen auch…

Irgendeiner schmeißt immer…

… angeblich schmeißt wieder einer von der AfD hin, weil der Parteitag zu gemäßigt war, dann wird es vielleicht in der nächsten Woche so sein, dass der Seehofer hinschmeißt und nicht vergessen, vielleicht schmeißt auch der Schulz Martin hin … ja, auch der könnte hinschmeißen, … immerhin hat auch schon einmal ein alter Papst hingeschmissen (der immer noch lebt) weil seine alten Kardinäle nicht hinschmeißen wollten … Trump wird wahrscheinlich nicht hinschmeißen, dafür womöglich wieder mal einer aus seinem Team, … hoffentlich schmeißt einer aus Nordkorea nicht eine Bombe irgendwohin und Angela Merkel wird wohl aus diesen Gründen nicht hinschmeißen, weil irgendeiner von den Anderen immer hinschmeißt …

Alles klar?!

Schönen Abend noch!

Provinzposse als großes Theater

Muss aufpassen, dass es nicht zu ernst wird oder zu ernst rüberkommt…

Diese ganze Geschichte mit der kleinen oder großen Koalition (selbst eine Große Koalition wird eine kleine Koalition, weil sie meistenteils von Kleingeistern bevölkert sein wird) ist nervend und hat jetzt etwas von einer Provinzposse bekommen. Diese Wehleidigkeit der SPD und ihres bärtigen 100 %-Messias Martin, Sohn Brüssels, ist langsam einfach nur zum… (und genau hier fällt mir ein entscheidendes Wort nicht ein, dass nicht zu ernst daherkommt, aber auch nicht den Ernst der Lage kaschiert)…

… es ist also nur noch zum … und schon nicht mehr des Anschauens wert. Wie soll denn bitte eine Regierung mit diesen Figuren gelingen (Figuren darf man sie ja wohl weitgehend wertneutral nennen), die ihren eigenen Kaffeesatz nicht mal lesen können, sondern nur darin umrühren, um im Trüben zu fischen. Es muss uns doch nicht im Geringsten mehr interessieren, wer uns regiert, wir kommen doch sehr gut allein zurecht. Die Kräfte im Staatssystem funktionieren gut, auch wenn die Eltern nicht zuhause sind, vielleicht brennt mal eine Pizza an und wir gehen später schlafen, als erlaubt, aber im Großen und Ganzen werden wir kleinen Kindlein fröhlich am kommenden Tag erwachen und den nächsten Tag unbeschwert erleben. (Wie komme ich  jetzt nur auf Papa und Mama, auf Kindlein und Pizza, na, auch egal)…

… Weinerlichkeit, es ist eine Weinerlichkeit, die hier zur Schau getragen wird, unwürdig einem Land, dass einfach noch nicht weiß, was es mit seinem Regierenden anfangen soll. Wundert sich da noch jemand, wenn es langsam unlustig wird, überhaupt zur Wahl zu gehen. Lasst Gabriel Außenminister bleiben, er macht das gut – und falls wir um Ostern 2018 (fällt mir jetzt in der Vorweihnachtszeit ein, hm) noch immer keine Regierung haben, weil wieder einmal einer oder eine den Lindner macht, dann lasst doch die kommissarische Regierung im Amt – soooo schlecht waren die ja auch nicht – und wir wählen dann wieder 2021. Da bin ich dann 64 und sehe das Ganze noch viiiiiieel gelassener als jetzt…

Wieder nichts weiter passiert in dieser Woche.

Lieb Vaterland, magst ruhig sein.

Ein schönes Wochenende

Die Gans mit dem Juchee-Effekt

Diesmal schlägt die Lust am Kochen zu. Der Franke in mir braucht in dieser Zeit auch mal sein Federvieh (quasi als Probelauf für Weihnachten!). Eine wunderbare Gans, 4,4, kg, schön dick und rund, dazu gibt es Rotkohl (Blaukraut) und Knödel (Klöße – ich schreibe die fränkische Übersetzung mal daneben!). Allein das Einkaufen und das Vorbereiten versetzt mich in einen Juchee-Zustand. Ich weiß, wer keine Gans mag, wird es kaum verstehen… aber mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen.

So, genug geplaudert, was das Essen angeht. Unser Spankingmeeting haben wir wegen des schlechten Wetters abgesagt. Bei uns in Oberbayern ist es mit dem Schnee weiterhin nicht gewaltig, aber es reicht um als wenig ansprechend durchzugehen. Werde Lesen, gibt so allerhand, was ich noch lesen möchte. So weiterhin den Vernon Subutex von Virginie Despentes. Ich hatte dieses wirklich geniale Buch wegen eines Krimis unterbrochen.

Wer im TV gerade Springflut (ZDF) sieht, wir habens in der Mediathek vom ZDF schon durch: Eine tolle Mini-Serie. Nach Romanen gedreht. Und da musste ich einen Roman mit diesen beiden Protagonisten noch hinterher lesen: Die Strömung. Beeindruckend, wenn man mal einige sprachliche Schwächen vom Anfang übersieht (die ich der Übersetzung schulde!)

Interessen und Interessenten

Heute in der Sauna einen Herrn wieder gesehen, der mein Interesse erregte. Offensichtlich war es auch umgekehrt so. Eine feste Erscheinung, kommt aus dem Hotelgewerbe und konnte mir viel über sein Restaurant erzählen. Er wirkte dabei auch einsam. Irgendetwas hat mich angerührt. Und nachdem ich das Restaurant zufällig auch kannte, was ich ihm verriet, war es mir möglich, zu bestätigen, wie gut die Küche ist. Tatsächlich hatten wir damals zu Viert dort hervorragend gespeist.

Wird’s nun Winter oder wird’s nicht? Bei uns taut es, andererseits hört man vom Thüringer Wald, dass es dort kräftig geschneit hat. Werde mein Spankingtreffen morgen wohl auch etwas von der Wetterlage abhängig machen. Auch wenn mich der junge Mann, 26, reizt, der sich mir anvertrauen will. Wäre nach längerer Zeit wieder mal eine Begegnung… mal sehen … muss doch einige Kilometer fahren. Es ist halt bei uns Freunden der strengen Zucht oft eine Frage der Entfernung.

Muss mich zusammenreißen, nicht trübsinnig zu werden. Abschiedsgedanken kämpfen mit der Freude vor einem etwas Neuem, einem Aufbruch. Nicht umsonst heißt es, jeder Abschied ist ein kleiner Tod. Morgen Vormittag wird wieder einiges weggeben. Diesmal ist es kein Ausmisten, diesmal ist es ein echter Kahlschlag…