O lieb, solang du lieben kannst…

Manchmal nimmt die Sehnsucht nach Leben überhand. Die Sehnsucht nach dem Leben, das nie gelebt wurde. Unsägliche Trauer erhebt sich aus den Grüften der Erinnerungen wie zäher Nebel, und es gesellt sich der Schmerz dazu, ein Wissen, dass mit abnehmender Lebenszeit kaum noch etwas nachgeholt oder ins Licht des Daseins gebracht werden kann. Wie wertvoll einem nun die Tage werden. Die Schritte werden zaghafter, ist doch nichts mehr so vital, dass es ein freudvolles Gegenüber so leicht fände, wie in der leichtfüßigen Zeit des Gestern. Biege grade, was noch grade zu biegen ist. Und liebe – endlich – was geliebt werden will. Wer geliebt werden will. –

Ich sehe A. vor mir, so oft, wie ich sie damals zum ersten Mal sah und wie sie mir zur großen Liebe wurde. Wie sie vor mir saß und ich nicht glauben konnte, dass sie mich, den um Jahre jüngeren, als Freund auserkoren hatte. Über den Ozean war sie hergekommen, die Wellen eines großen Meeres hatten sie an Land geworfen. Ich höre mich zum ersten Mal sagen, wie sehr ich einen Menschen liebe. Und noch immer berührt mich die Erinnerung an ihre Schönheit. An eine Schönheit, die so groß war, dass sie in meiner Seele schmerzte. Es war ein so einfaches, harmloses Leben mit ihr und doch so unendlich reich und nie wieder gelebt, dass mir in den vielen Jahren meines Hier-Seins dieses Jahr unvergesslich wurde. Ich höre wieder ihre Stimme, ich erinnere mich an ihre Worte. Ihre Berührungen sind zauberhaft. Wie keck sie ist und wie verlegen.

— Ich traf A. zum ersten Mal an einem Freitagabend im Oktober oder November 1974 in den Räumlichkeiten des Laurentiusgymnasiums in N. Die Oberstufe dieser Schule hatte eine kleine Party anberaumt und auch uns Studenten dazu eingeladen. Ich hatte Anfang September mein Studium begonnen, war noch keine 18 Jahre alt und fühlte mich dazu weitgehend heimatlos. Gerne ließ ich mich von einem Mitstudenten aus der Oberstufe in die Gesellschaft einführen. Ich konnte tanzen und mich unter Menschen bewegen. Dass alles wusste ich, mehr aber auch nicht.

Wie es damals üblich war, hatten solche Partys etwas von Nudelsalat, Polittreffs, Raucherecken und Bassgedröhn an sich. Außer Nudelsalat mochte ich nichts von alledem, weswegen für mich gar nicht so sicher war, wie lange ich wirklich bleiben wollte. Als ich den kleinen und viel zu niedrigen Raum mit den viel zu unbequemen Tischen und Stühlen betrat, fiel mein Blick auf eine junge Frau (eine ältere Schülerin?), die sich im Eingangsbereich gerade mit jemandem unterhielt und die ich dadurch nur von der Seite wahrnehmen konnte. Bei meinem Eintritt sah sie aus dem Augenwinkel heraus einen Moment zu mir hin, um sofort ihre Unterhaltung fortzusetzen.

Solche Dinge geschehen in Sekundenschnelle. Ich habe alle diese Momente, diesen ersten und alle folgenden noch deutlich vor Augen, die von kurzen Blicken abhängig sind und könnte sie herbeibeten oder wie am Schnürchen aufsagen. Und ich hatte sie mir damals wahrhaftig nicht eingeprägt, um mich nach so langer Zeit noch daran noch zu erinnern. Diese junge Frau mit den offenen und lebendigen Augen trug eine helle Bluse und eine dunkelblaue Trainingshose. Geschwungene Augenbrauen, die Augen, die gerade Nase und der Mund ergaben eine so aufregende Harmonie, dass mich dieses Bild bei jedem weiteren Schritt begleitete. Wer war das? Das Schönste aber waren die wundervollen langen Haare, die zu dieser Stunde – und das habe ich so nie wieder an ihr gesehen – mit einem Stirnband gebändigt wurden. Das Stirnband habe ich später zwar nicht meiner Romanfigur Grit Maron, dafür aber deren anderes Ich, ihrer Freundin Louisa, auf den Leib, bzw. auf den Kopf geschrieben.

An fremden Orten wird man neugierig. Ich versuchte mich in diesen Katakomben zurecht zu finden und versuchte auch mit einigen Mädchen Bekanntschaft zu schließen, die sich in dieser Schule auf dem Weg zu Abitur befanden und offensichtlich auch älter waren, als ich. Schließlich landete ich mit einer viel zu warmen Cola an einem niedrigen großen Tisch, um den herum vielleicht acht Leute saßen und sich angeregt über Lehrer, Mitschüler und Unterrichtsstoff unterhielten. Ich setzte mich dazu. Heute weiß ich nicht mehr, wer sich alles um diesen großen Tisch versammelt hatte. Ich weiß nur, dass ich mich kaum in das Gespräch einschaltete, höchstens auf Fragen antwortete und ansonsten eher zuhörte. Das Ganze war ein fader Ball.

Von links her kam die junge Frau durch den Raum gelaufen, an die ich beim Eingang hatte vorübergehen müssen. Sie hatte inzwischen das Stirnband abgelegt und die Haare mit einem entschiedenen Griff am Hinterkopf zusammen geklippst. An diesem großen Tisch war mir gegenüber noch ein Stuhl frei, sie setzte sich mit einem leichten Lächeln, schlug die Beine übereinander, sank etwas in sich zusammen – und sah mich an. Ich habe rückblickend viel über diesen Blick nachdenken müssen, weil er entscheidend für mein ganzes weiteres Leben wurde. Ich habe ihn sogar meiner Romanfigur Grit Maron in den Mund gelegt, die sich durch einen „Augen-Blick“ in den 15jährigen Heinrich Liebenwaldt verliebt, ohne nach dessen Alter und Können zu fragen. Diese junge Frau in N., die ich immer noch für eine Schülerin hielt, sah mich mit einer Mischung aus Neugier, Müdigkeit und unverhohlenem Interesse an. Ich hielt diesem Blick gerne stand, lächelte ihr über den Tisch hinweg zu und bekam das Lächeln höflich erwidert. Als endlich ein Musikstück folgte, bei dem ich das Gefühl hatte, jetzt wäre doch ein guter Moment, um zu tanzen, erhob ich mich, umrundete den Tisch und forderte diese junge Frau mit einer gelernten höflichen Formel auf. Sie lächelte erstaunt, dass ich gerade sie auswählte, schaute kurz über den Tisch, zuckte dabei die Achseln, als wolle sie den Anderen sagen: „Ich kann nichts dafür, so ist es eben!“ und stand auf. Da wir beide keine Berührungsängste besaßen, fanden wir bald eine engere Tanzhaltung, die es mir zumindest ermöglichte, mit ihr eine paar Worte zu wechseln. Ich plapperte drauflos. Der erste Satz, den ich daraufhin aus ihrem Mund hörte, war:

„Ich bin nicht deutsch!“ Sie bewegte sich ausgesprochen elegant und geschickt, so dass es eine wahre Freude war, mit ihr zu tanzen. Mich beeindruckten ihre Augen, die mich aus diesem faszinierenden Gesicht heraus musterten. Sie hielt den Kopf etwas gesenkt und schaute mich leicht von der Seite her an.

„Und wo kommst du denn her?“ fragte ich, so wie man damals eben fragte und duzte sie sofort, da ich sie weiterhin für eine Schülerin hielt. Nun für eine Schülerin, die sich eben auf exchange visit, also auf Schüleraustausch befand.

„Aus Irland.“

Ich muss schon an dieser Stelle darauf hinweisen, dass sie ein ausgesprochen gutes und vielseitiges Deutsch sprach und selten mit den Differenzierungen unserer Sprache in Schwierigkeiten kam. Das hatte m. E. mit einen ungeheuren Fleiß, einem starken Aufnahmewillen, aber auch mit einem Naturtalent und einem großen Gefühl an Sprache zu tun. Besonders deshalb, weil sie oft genug auch Mut zu poetischen Wendungen besaß, was eine ausgesprochene Vertrautheit mit dem Deutschen – für sie weiterhin eine Fremdsprache, das sollte nie vergessen werden – beinhaltete.

„Und wie heißt du?“

Sie nannte mir ihren Namen: „Und du?“

Ich stellte mich vor und erzählte, dass ich Student sei. Das Eis war gebrochen, es war sehr schön mit ihr zu plaudern. Wenngleich ich heute nicht mehr zu sagen vermag, worüber unsere Gespräche gingen. Als wir an unserem Tisch wieder Platz nahmen, jeder auf seiner Seite, wurde ich schnell von einer Schülerin aufgeklärt, dass die Dame, mit der ich soeben getanzt hatte, ihre Sportlehrerin sei. Ich bat mit einem: „Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich natürlich nicht so einfach Du gesagt!“ um Verzeihung, worauf sie lächelnd den Kopf schüttelte und leise vor sich hin sprach:

„Das macht doch nichts.“

Sie hat später den Raum verlassen. Ich reagierte darauf traurig, begann schon an diesem Abend nach ihr Ausschau zu halten und erkläre damit, dass sie etwas in mir in Bewegung gesetzt hatte. Ja, dieser eine Blick! Ich mochte sie einfach. A. hatte mein Herz an diesem Abend bereits erreicht und zum Stolpern gebracht. Solche Abende jedoch erschöpfen sich schnell. Was als tolle Party ausgeschrieben wird, ist meist nichts weiter, als ein Zusammensitzen, Rauchen, Trinken, Plaudern. Das alles bei einer Lautstärke, die Kopf- und Halsweh erzeugt. Als A. nach zwei Stunden wieder zurückkam, ihr Schlüsselbund in der Hand bewegend, wie es Lehrer in der Tat zu tun gewohnt sind, war zum einen deutlich, dass sie als Aufsicht abgestellt war. Zum anderen war erkennbar, dass sie diese Versammlung irgendwann verlassen würde. Und dann? Ich tanzte noch einmal gegen halb elf Uhr mit ihr, blieb ich als einer der wenigen bis zum Ende der Veranstaltung. Da waren noch einige Schülerinnen und da war ein breitschultriger, langhaariger und bärtiger Mensch, der offensichtlich auch an A. einen Narren gefressen hatte, sie jedoch immer wieder an die Bar zitierte, um seinem Bier und dem Aschenbecher nicht untreu zu werden. Dieser Typ lag mir im Magen und wahrscheinlich ist er auch für die nächsten Sätze mitverantwortlich. Denn: Ich musste mir klar werden, was nun eigentlich werden sollte. Die Party ging dem Ende entgegen, ich hatte mich in A. verguckt und hatte überhaupt keine Ahnung, wie ich sie hätte wiedersehen sollen. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen, tanzte ein letztes Mal mit ihr, und fand, nachdem der Tanz zu Ende war mit aller Entschiedenheit ungefähr folgende Worte.

„Ich würde dich gerne wieder sehen.“ Sie war etwas kleiner als ich und schaute mich mit einem liebevollen Augenaufschlag an. Darin lag ein großer Charme und eine wundervolle Zartheit. Sie erwiderte mit Worten, die ich nie erwartet hatte und die ein Mädchen aus Deutschland so sicher nicht gesagt hätte. Viel zu lange habe ich das als einen Übersetzungsfehler aus dem Englischen angesehen. Sie sagte:

„Das ist ein großes Kompliment(oder: große Ehre?) für mich!“ Und dann noch:  „Ja, das machen wir.“ Wir tauschten unsere Telefonnummern aus und ich verließ diese Räumlichkeiten mit dem unfassbaren Gefühl, dass eine wunderschöne junge Frau aus Irland, die sicherlich älter war als ich, Ja zu einem Wiedersehen gesagt hatte. Ich war keinesfalls berauscht. Eher im Gegenteil. Ich musste mir vielmehr überlegen, was ich A. bieten konnte. Ein Problem, dem sich im Roman „Das Puzzlespiel“ mein Held Heinrich Liebenwaldt auch ausgesetzt sieht und das ihn schier zur Verzweiflung bringt. Die Treue seiner Freundin Grit Maron, die ihn ohne Ansehen der Person mag, enthebt ihn schließlich aller dieser Probleme. Freilich nicht ohne tragikomischer Konflikte.

Was mit diesem Abend begann, sollte acht bzw. neun Monate dauern und gehört zu den intensivsten Zeiten meines Lebens. Die Tage und Stunden vom Oktober 1974 bis zum Juli 1975 sind unauslöschlich in meine Gedächtnis eingebrannt. Von nun an trafen wir uns zwei- wenn nicht sogar dreimal in der Woche, um unsere Nachmittage und/oder Abende miteinander zu verbringen. Wobei ich bis zum heutigen Tag nicht verstehe, was sie wirklich an mir fand. Ich war nicht sonderlich attraktiv und auch nicht der Gescheiteste meiner Klasse. Es bleibt wahrscheinlich ein Geheimnis der Herzen, die bei diesem Spiel beteiligt waren.

Nach meiner Erinnerung hat diese Party auf der ich A. kennen lernte an einem Freitag stattgefunden. Nachdem sie am Wochenende nicht da war(wer blieb schon freiwillig am Wochenende in N.?), rief ich sie am Montagnachmittag an. Nun allerdings wirklich mit Herzklopfen. Denn der Zauber einer Partynacht muss durchaus nicht anhalten. Ich hatte sie sofort am Telefon.

„Hello.“

„Ja, hallo… Wir haben uns auf der Party getroffen.“

Sie machte es mir sehr leicht. Ein frohes: „Ja, hallo , wie gehts!“ vertrieb alles Zaudern und Stottern aus meiner Stimme. Ich wiederholte, was ich am Freitag gesagt hatte.

„Hallo, ich wollte dich gerne wiedersehen. Und…“

„Ja, gerne, das geht gut,“ fiel sie mir ins Wort, „weißt, ich habe bis sechs Uhr zu tun. Aber ab acht Uhr geht es.“

„Ich hole dich ab.“

„Weißt du denn, wo ich wohne?“

„Äh, nö! Eigentlich nicht so recht. Aber ich hätte dich schon gefunden. Ich geh halt zum Laurentiusgymnasium.“ Sie lachte. Ich gebe die Beschreibung, die daraufhin folgte, so gut wie möglich in ihren Worten wieder, an die ich mich recht gut erinnere.

„Weißt du, wie du gehst. Du gehst zu dem Laurentiusgymnasium. Vor dem Laurentiusgymnasium gehst du quer. Vor meiner Türe ist eine Lampe(sie meinte Laterne!) und da steht auch ein VW-Bus. Da wohne ich. Um acht Uhr? Gut.“

Ich neige zur Überpünktlichkeit. A. übertraf mich noch dabei. Ich war so losgelaufen, dass ich 5 Minuten vor unserer Zeit ankommen musste. Schon von Weitem sah ich sie stehen. Tatsächlich: Da stand sie, wie Lili Marleen unter der Laterne, angezogen mit ihrem kurzen grünen Mantel und sah mir erwartungsvoll entgegen. Ich mag grün als Kleiderfarbe nicht. Weder an mir noch an anderen. Wenn ich heute sage, dass sie der einzige Mensch war, dem diese Farbe gut tat, dann steckt dahinter wahrscheinlich reine Gewöhnung oder sogar ein Beschönigen. Erst spät lernte ich, warum Grün für sie eine gute Farbe war. Ich hatte einfach noch zu wenig Ahnung von Irland.

So, wie sie dastand, wirkte sie klein, zierlich und verloren. Sie hatte die Haare streng nach hinten gekämmt und hielt sie mit einer Spange zusammen. Das machte sie herber und älter, als sie war. Ich nahm mir schon an diesem Abend vor, das zu ändern. –

Was sprechen Menschen, die ein Rendevouz haben und sich zum ersten Mal richtig treffen. Sie deutete auf die „Lampe“ und sagte:

„Oh, ich hasse dieses Ding. Die ist so hell, dass ich nachts nicht schlafen kann. Ich muss die Vorhänge zumachen und bekomme dadurch keine Luft. Es ist furchtbar.“

„Bekommst du kein anderes Zimmer?“ Sie schüttelte den Kopf.

Wir gingen spazieren. Das taten wir oft. Sie mochte das. A.liebte Spaziergänge. Lang und ausführlich. Sie erzählte mir, dass sie dies auch in Irland tat. Ausführlich spazieren gehen. Irgendwann hakte sie sich unter. Ob schon bei unserer ersten Begegnung oder einige Tage später, vermag ich heute nicht mehr zu sagen. Als ich ihr vorschlug, den längeren Weg über die Hochschule zu gehen, löste sie sich, stellte sich mir gegenüber, was sie öfters tat, wenn sie mir etwas sagen wollte, sah mich etwas scheu an und schüttelte den Kopf.

„Nein. Da habe ich Angst.“ Sie lachte verlegen. „Ich habe keine Angst vor dir. Aber ich habe Angst vor der Dunkelheit.“ Vielleicht sind auch diese Aussagen etwas später gefallen. Gut möglich. Ich sah es ihrem Gesicht an, dass sie die Dunkelheit nicht mochte. Ihre Augen konnten auch etwas furchtsam blicken.

„Dann gehen wir eben nicht,“ sagte ich.

„Gut.“

Wir haben unsere Beziehung nie verheimlicht. Ihre Schülerinnen wussten, dass sie einen Freund im Seminar hatte. Und in unserem Haus war bekannt, dass ich mit A. befreundet war. Das war dann eben so. Außerdem hätte man in N. sowieso nichts geheim halten können.

Manche Dinge muss man schon am ersten Abend tun. Ich verließ mich auf mein – heute würde man sagen: Bauchgefühl – und versuchte meine Unerfahrenheit mit Schneid und Keckheit zu kaschieren. Ich hatte wenig Erfahrung mit Mädchen. A. war sechs Jahre älter als ich. Erfahrungen mit Frauen, die mir soweit voraus waren, fehlten mir völlig. Doch war sie mir wirklich soweit voraus?

Ich zeigte ihr an diesem Abend mein Zimmer. Es gefiel ihr. Sie fühlte sich wohl und fand ihren Platz, den sie noch oft einnehmen sollte. Ich setzte mich neben sie und traute mich:

„Mach’ doch mal deine Haare auf.“ Sie sah mich an, blickte dann auf den Boden und meinte:

„Ja, das sagen Ulrike und Elsbeth auch!“ Ulrike und Elsbeth waren zwei Schülerinnen aus der Oberstufe, denen sie sich freundschaftlich verbunden wusste. Später wurden es wirklich ihre Freundinnen. Sie machte die Haare auf, ordnete sie und ließ sie herunterhängen. Ich war begeistert. In weiten, großen Wellen umrahmten diese Haare ihr Gesicht und legten sich auf und über ihre Schultern. Ich strahlte sie an.

„Das schaut viel schöner aus!“

So oft ich an sie denke, sehe ich sie so dasitzen, ein wenig scheu, mit fragenden Augen und mit diese wundervollen langen Haaren. Nun hatte ihr Gesicht den Zauber, den ich nie mehr vergessen sollte. Sie war eine wunderschöne Frau. Es gibt eine Schönheit, die weh tut. Hier war es erreicht. Der fragende und doch offene Blick, ein Hauch Hilflosigkeit und – Einsamkeit…erzeugten einen Stich in mir.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s