Die Heilige Woche!

Intensive Arbeit an Texten aus der Reformationszeit. Meine Güte: Latein – Deutsch! Es geht noch. Wer hätte das gedacht. Und nun wächst das Manuskript doch wieder um drei Seiten.

Gestern Zeruya Shalev begonnen: „Mann und Frau“ – eigentlich „Herr und Frau“ (Ba’al we-ischa!). Und nachdem Ba’al sogar als Gottesbegriff in der Religionsgeschichte auftaucht, wird man am Ende des Buches sehen müssen, inwieweit auch dies in die Szenen hineingedacht ist. Sprachlich flott, nicht so träge wie Amos Oz, dessen „Judas“ mir sonst schon gefallen hat. Auch das Tempo des Buches ist beeindruckend. Man liest süffig mit. Aber hält es bis zum Schluss? Sind immerhin 399 Seiten.

Die heilige Woche. Gestern Palmsonntag, Einzug Jesu in Jerusalem. Diejenigen, die ihm da noch ein „Halleluja“ zurufen, rufen am Freitag ein „Kreuzige ihn!“. Wie wahr, wie nahe dran an der Wirklichkeit. Auch heute noch. Und doch gehört mancher Tempel auch heute noch gereinigt. Und da denke ich an manches riesige Bankgebäude und an manchen Fresstempel. Und vielleicht auch an mich selbst!

 

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