Heimfahrt – heim?

Alle fahren neurotisch, nur ich nicht. Immer die anderen. Die Nürnberger Autobahn ist belebt. Trotzdem kommen wir gut durch und erreichen unser Ziel nach knapp drei Stunden. Besuch bei der demenzkranken Frau. Eigenartig, wie leer die Augen geworden sind. Was diese Krankheit mit ihr gemacht hat. Sonst fasst ein Grauen nach mir, heute kann mir keiner meine Fröhlichkeit austreiben. Scheint auch ansteckend zu wirken. Auch Liz macht mit, obwohl es doch ihre Mutter ist. Wenn man sich einmal mit der Tragik abgefunden hat, scheint man sie leichter in den Griff zu bekommen. Und was steht eines Tages für uns an? Ob der Satz für uns zur Wahrheit wird: Das Leben beginnt in einer Windel und endet auch in einer solchen?!

In der Familie wird stark politisiert. Schwierig Antworten auf Ängste zu finden. Und genauso schwierig ist es innerhalb von drei Tagen die Liebe auf die ganze Familie aufzuteilen.

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