Merkwürdige Trauer…

…die mich heute überfällt. Dabei genieße ich doch den Tag. Während Liz zum Vortrag geht, habe ich Zeit, ganz für mich, genieße dieses Frühstück für mich allein. Starker Kaffee, Frühstücksei. Im Fernsehen einen Film ausgesucht und über Streaming-Dienst angesehen. „Sinister“. Mein Genre und dabei nicht unoriginell. Ethan Hawke spielt besser, als es dieses Werk verlangen würde.

Aber anschließend: Ich werde traurig, müde, versuche zu lesen. Selbst etwas Kleines, Dummes, nichts gelingt mehr. Und als Liz später zurückkommt und ich schon eineinhalb Stunden geschlafen habe, sieht sie mir meinen inneren Unfrieden an. Bin aus dem Leben gefallen. Und vermisse mein Leben. Ich vermisse es einfach. Ich vermisse d a s  Leben. Dabei war doch blauer Himmel und alles um mich herum gelungen und ich selber durfte zufrieden sein. Woher diese Erschöpfung? Woher nur?

Aggressiv beim Abendessen. Beim Italiener. Gut und leicht gegessen. Und doch war ich mit mir zerstritten. Kein Hass auf mich selbst, nein, so weit geht es nicht. Aber einfach nur Trauer. Was vom Leben übrigbleibt? Und wieder will ich weg von hier. Nur weg. Endlich weg…

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